Teil unseres großen Guides: Levada-Wanderungen auf Madeira
Der Weg
Start ist das Forsthaus Queimadas oberhalb von Santana. Von dort führt der PR 9 gut sechs Kilometer in den Talschluss und dieselbe Strecke zurück. Der Weg ist fast eben — er folgt dem Kanal —, und er ist über weite Strecken ausgesetzt.
Der Lorbeerwald, durch den er läuft, ist als Laurissilva Weltnaturerbe. Das ist kein Etikett: Der Bestand ist ein Rest jener Wälder, die vor der Eiszeit rund um das Mittelmeer standen und nur auf den Makaronesischen Inseln überdauert haben.
Die Tunnel
Vier Tunnel liegen auf der Strecke, keiner ist beleuchtet. Der längste zieht sich merklich, der Boden ist nass und uneben, und von der Decke tropft es durchgehend. Ohne eigene Lampe endet die Wanderung dort — das Handylicht reicht für ein paar Meter, nicht für einen Tunnel.
Eine Stirnlampe ist der Ausrüstungsgegenstand, der auf dieser Route am häufigsten fehlt. Sie hat den Vorteil, dass die Hände frei bleiben, was auf nassem, unebenem Boden mehr wert ist als die Helligkeit.
Praktisches
Der Parkplatz in Queimadas ist klein und an schönen Tagen früh belegt. Die Fahrt ab Funchal dauert rund 70 Minuten über die Nordroute. Wer erst mittags startet, geht den Rückweg im Wald, der schon eine Stunde vor dem Ort dämmert.
Regenjacke gehört auch dann ins Gepäck, wenn Funchal in der Sonne liegt. Der Norden macht sein eigenes Wetter.



