Porto Santo ist nicht die kleine Schwester Madeiras, sondern deren Gegenteil. Rund 43 Quadratkilometer, etwa 5.500 Einwohner, kaum Wald, und statt Steilküste ein durchgehender Sandstrand von 9 Kilometern Länge an der Südseite — praktisch die gesamte bewohnte Front der Insel.
Die Anreise geht per Fähre ab Funchal in etwa 2,5 Stunden oder per Flug in 15 Minuten. Die Fähre fährt in der Regel einmal täglich; für einen Tagesausflug bleiben damit rund fünf bis sechs Stunden auf der Insel. Wer schwimmen will statt zu wandern, plant besser zwei Nächte.
Der Ort Vila Baleira ist überschaubar: eine Hauptstraße, ein Platz, das Kolumbus-Haus. Christoph Kolumbus heiratete 1479 Filipa Moniz, die Tochter des ersten Statthalters von Porto Santo, und lebte anschließend zeitweise auf der Insel — historisch belegt, touristisch großzügig ausgelegt.
Der Rest ist Landschaft: der Pico do Facho auf 517 Metern als höchster Punkt, ausgewiesene Wege über die Vulkankegel und ein Klima, das deutlich trockener ist als auf Madeira.
Ein Mietwagen ist auf Porto Santo selten nötig — die Insel misst rund 11 Kilometer in der Länge.



