Der Osten ist geologisch der älteste Teil Madeiras und sieht auch so aus: abgeschliffen, rot-ocker, ohne Wald. Wer die grüne Insel erwartet, ist hier zunächst irritiert — und bleibt dann wegen genau dieses Kontrasts.
Machico, 30 Minuten von Funchal über die VR1, war die erste Siedlung der Insel und hat heute den zweiten importierten Sandstrand. Der Flughafen liegt dazwischen, auf einer Plattform, die auf 180 Stützen über dem Gelände steht — der Grund, warum die Landung ihren Ruf hat.
Caniçal war bis 1981 Walfangstation. Das Museu da Baleia erzählt diesen Bruch heute als Naturschutzgeschichte.
Der Kern der Region ist die Ponta de São Lourenço, die schmale Landzunge am Ostende. Der markierte Weg PR8 misst rund 8 Kilometer hin und zurück, braucht etwa drei Stunden und hat keinen einzigen Schattenplatz. Wind und Sonne sind hier stärker als sonst irgendwo auf der Insel; zwei Liter Wasser und Kopfbedeckung sind kein Übereifer.
Wetterregel: Wenn Norden und Zentrum zu sind, ist der Osten oft der einzige klare Fleck.



