Funchal ist weniger Sehenswürdigkeit als Betriebssystem der Insel. Rund 105.000 der etwa 251.000 Madeirenser wohnen hier, der Flughafen liegt 25 Autominuten entfernt, und beide Schnellstraßen — die VR1 nach Osten und die VE1 nach Westen — setzen an dieser Bucht an. Wer zum ersten Mal auf Madeira ist, quartiert sich in Funchal ein und fährt sternförmig hinaus: Câmara de Lobos in einer Viertelstunde, Ponta do Sol in 35 Minuten, Porto Moniz in 70.
Die Stadt selbst ist ein Hang. Vom Hafen auf Meereshöhe bis Monte sind es rund 560 Höhenmeter auf drei Kilometern Luftlinie. Deshalb ist die Seilbahn kein Jahrmarktsgerät, sondern das schnellste Verkehrsmittel nach oben — 15 Minuten, während das Auto sich durch Serpentinen und Einbahnen arbeitet.
Unten liegen die Zona Velha mit ihren bemalten Türen und der Mercado dos Lavradores, oben Monte mit dem Tropischen Garten und den Korbschlitten. Dazwischen: die Quinta-Gärten, die Kathedrale Sé, begonnen 1493, und ungefähr die Hälfte aller Restaurants der Insel.
Praktisch heißt das: Parkhäuser sind die einzige realistische Option im Zentrum, die Promenade ist teuer, und zwei Querstraßen landeinwärts halbiert sich die Rechnung.



