Warum die Temperatur nicht die Frage ist
Funchal liegt ganzjährig in einem engen Band: Die Unterschiede zwischen Februar und August sind kleiner als der Unterschied zwischen Funchal und Porto Moniz am selben Nachmittag. Wer nach Monaten sucht, sucht am falschen Ende — die entscheidende Achse verläuft nicht durch das Jahr, sondern über die Insel.
Was sich über das Jahr tatsächlich ändert: die Niederschlagsmenge im Norden, die Tageslänge und damit die nutzbare Wanderzeit, und die Auslastung.
Die Feste
Karneval im Februar, das Blumenfest im Frühjahr, das Weinfest im Spätsommer und das Silvesterfeuerwerk über der Bucht von Funchal. Alle vier verändern Preise und Verfügbarkeit spürbar, das Feuerwerk am stärksten — hier wird ein Jahr im Voraus gebucht.
Wandern
Die Hochlagen sind im Winter kälter und häufiger in Wolken, die Wege dadurch rutschiger. Im Sommer ist die Sicht auf dem Grat verlässlicher, dafür stehen an den bekannten Ausgangspunkten vormittags keine Autos mehr.
Frühjahr und Herbst sind der Kompromiss: lange genug hell, selten überlaufen, und der Norden hat noch Wasser in den Wasserfällen.
Die eigentliche Regel
Der Monat entscheidet weniger als der Morgen. Geplant wird pro Küste, entschieden wird am Frühstückstisch — Regen in Santana und Sonne in Funchal ist der Normalfall, nicht die Ausnahme.



