Teil unseres großen Guides: Mietwagen und Anreise
Wo der Unterschied auftritt
Auf der Via Rápida entlang der Südküste spielt das Getriebe keine Rolle. Der Unterschied entsteht auf den alten Verbindungen ins Hochland und auf den Zufahrten zu den Wanderparkplätzen: kurze, sehr steile Stücke, einspurig, mit Kehren, an denen angehalten und wieder angefahren werden muss.
Dazu kommt der Gegenverkehr. Auf einer einspurigen Bergstraße bedeutet ein entgegenkommendes Fahrzeug: anhalten am Hang, zurücksetzen, an einer Ausweiche vorbeilassen, am Hang wieder anfahren. Das ist die Situation, die den Ausschlag gibt.
Was das praktisch heißt
Wer im Alltag Schaltgetriebe fährt und Bergstrecken kennt, kommt mit Schaltung zurecht. Wer beides selten macht, sollte den Aufpreis für Automatik einplanen — er ist geringer als der Preis für einen verbrannten Kupplungsbelag, und der wird bei Rückgabe berechnet.
Unabhängig vom Getriebe gilt: nicht das kleinste Modell nehmen. Nicht wegen der Höchstgeschwindigkeit, sondern weil ein Wagen mit etwas mehr Drehmoment am Hang deutlich weniger Kupplungsarbeit verlangt.
Und Allrad?
Nein. Die Straßen sind asphaltiert, auch die steilen. Was fehlt, ist Platz und manchmal Haftung bei Nässe — beides löst Allrad nicht. Ein normaler Kompaktwagen mit brauchbaren Reifen reicht für alles, was öffentlich befahrbar ist.



