Der Norden ist die Wetterseite. Der Nordost-Passat drückt Feuchtigkeit gegen die Nordflanke, und was in Funchal rund 600 Millimeter Jahresniederschlag sind, können hier mehr als das Doppelte sein. Genau daraus lebt die Region: Wasser, Wald und Wasserfälle, die stellenweise direkt auf die Küstenstraße fallen.
Porto Moniz an der Nordwestecke hat die bekannten Lavabecken — Vulkangestein, in dem das Meer bei Flut die Becken selbst auffüllt. Ein Teil ist als Freibad ausgebaut und kostenpflichtig, ein zweiter Abschnitt bleibt frei zugänglich. Fahrzeit ab Funchal: 70 Minuten.
Seixal liegt rund 15 Minuten östlich und hat den schwarzen Sandstrand samt Naturbecken, das auf jedem zweiten Madeira-Foto zu sehen ist. São Vicente ist der Verkehrsknoten des Nordens; von hier führt die Straße über den Encumeada-Pass auf 1.007 Metern in etwa 30 Minuten zurück an die Südküste.
Santana im Nordosten ist bekannt für die strohgedeckten Spitzhäuser, die Casas de Colmo, und ist der Startpunkt für die Levada do Caldeirão Verde.
Ausrüstung: Regenjacke gehört in den Tagesrucksack, auch wenn Funchal beim Losfahren wolkenlos war.



