Bergrücken im Hochland, darunter eine geschlossene Wolkendecke
Natur & Aussicht2 Min. Lesezeit

Sonnenaufgang am Pico do Arieiro

Aktualisiert 17. August 2026

Die drei Varianten

Nur Transfer (18–35 €). Ein Kleinbus holt um halb fünf ab, setzt oben ab, wartet und fährt zurück. Keine Wanderung, kein Guide. Die günstigste Art, oben zu stehen, ohne im Dunkeln Serpentinen zu fahren.

Sonnenaufgang plus Wanderung (33–50 €). Der Klassiker: Sonnenaufgang am Arieiro, dann die PR1 zum Pico Ruivo (1.862 m, höchster Punkt der Insel), Abstieg nach Achada do Teixeira, dort Abholung. Rund 10 km, 5 Stunden reine Gehzeit, gesamt 8 bis 10 Stunden. Die meistgebuchte Variante hat über 4.700 Bewertungen.

Geführte Kurzvarianten (40–58 €). Sonnenaufgang plus die ersten Treppen der PR1 — die „Stairway to Heaven“-Passage mit den in den Fels geschlagenen Stufen — und zurück. 3 bis 5 Stunden, ohne den langen Abstieg. Für viele die bessere Wahl.

Warum überhaupt buchen

Zwei praktische Gründe, keine Romantik:

  1. Der Parkplatz. Oben ist wenig Platz. In der Hochsaison ist er lange vor Sonnenaufgang voll, und dann stehen Autos die Zufahrt hinunter.
  2. Der Rückweg. Die PR1 ist eine Punkt-zu-Punkt-Wanderung. Das Auto steht am Arieiro, der Weg endet in Achada do Teixeira — 40 Autominuten entfernt, ohne Busverbindung. Entweder geht man dieselbe Strecke zurück (nochmal 4 Stunden, deutlich anstrengender als der Hinweg), oder jemand fährt.

Genau deshalb ist der 30-€-Transfer das meistverkaufte Produkt dieser Kategorie und nicht die geführte Tour.

Worauf achten

  • Abholung 4:00 bis 5:00 Uhr aus Funchal und Caniço. Zu rechnen ist mit 90 Minuten Fahrt.
  • Kalt. Am Gipfel sind 5–8 °C im Sommer normal, dazu Wind. Jacke und Mütze, auch wenn es unten in Funchal 24 °C hat.
  • Stirnlampe — der Weg beginnt im Dunkeln, im Handylicht ist es unangenehm.
  • Die PR1 verlangt eine SIMplifica-Reservierung. Ob sie im Preis steckt, ist vorab zu klären.
  • Es kann wolkenverhangen sein. Über den Wolken sein heißt: die Wolke ist manchmal genau auf 1.800 Metern. Kein Anbieter kann das garantieren.
  • Tunnel auf der PR1 sind teils gesperrt oder werden über die Umgehung („Vereda do Arieiro“) umfahren. Der aktuelle Stand ändert sich; ein Guide weiß ihn.

Selbst fahren oder buchen?

Selbst, wer ohnehin früh wach ist, ein Auto hat und nur den Sonnenaufgang will: hochfahren, schauen, frühstücken, zurück. Die Straße ist gut ausgebaut, nur kurvig.

Buchen, wer die ganze PR1 gehen will. Dann ist der Transfer keine Bequemlichkeit, sondern die Voraussetzung.

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