Küste & Meer

Der Süden

Blick von Cabo Girão an der Südküste entlang, 580 Meter über dem Atlantik

Der Süden zwischen Funchal und Ribeira Brava ist der bewohnbarste Streifen Madeiras und deshalb der am dichtesten bebaute. Die Hänge stehen voll Bananenterrassen, dazwischen kleben Câmara de Lobos, Estreito und Campanário an Gefällen, die im Alpenraum als Skipiste durchgingen.

Das eine Wahrzeichen ist Cabo Girão: 580 Meter senkrecht über dem Atlantik, die höchste Steilklippe Europas, seit 2012 mit einem Skywalk aus Glas. Der Blick nach unten geht auf die Fajãs — bewirtschaftete Schwemmflächen am Fuß der Wand, erreichbar nur über einen Seilaufzug.

Câmara de Lobos, 15 Autominuten von Funchal, ist der Ort mit den roten Fischerbooten, den Winston Churchill 1950 gemalt hat. Der Hafen arbeitet weiterhin: Espada, der Schwarze Degenfisch, wird hier nachts aus 800 bis 1.200 Metern Tiefe geholt.

Ribeira Brava schließt den Abschnitt nach Westen ab und ist zugleich das Tor ins Landesinnere — die Straße steigt von hier in rund 40 Minuten auf die Hochebene Paul da Serra.

Wetter: Der Süden bleibt trocken, wenn der Norden im Nebel steht. Das ist keine Ausnahme, sondern die Regel.