Teil unseres großen Guides: Aktivitäten und Touren auf Madeira
Die drei Varianten
Nur Transfer (18–35 €). Ein Kleinbus holt um halb fünf ab, setzt oben ab, wartet und fährt zurück. Keine Wanderung, kein Guide. Die günstigste Art, oben zu stehen, ohne im Dunkeln Serpentinen zu fahren.
Sonnenaufgang plus Wanderung (33–50 €). Der Klassiker: Sonnenaufgang am Arieiro, dann die PR1 zum Pico Ruivo (1.862 m, höchster Punkt der Insel), Abstieg nach Achada do Teixeira, dort Abholung. Rund 10 km, 5 Stunden reine Gehzeit, gesamt 8 bis 10 Stunden. Die meistgebuchte Variante hat über 4.700 Bewertungen.
Geführte Kurzvarianten (40–58 €). Sonnenaufgang plus die ersten Treppen der PR1 — die „Stairway to Heaven“-Passage mit den in den Fels geschlagenen Stufen — und zurück. 3 bis 5 Stunden, ohne den langen Abstieg. Für viele die bessere Wahl.
Warum überhaupt buchen
Zwei praktische Gründe, keine Romantik:
- Der Parkplatz. Oben ist wenig Platz. In der Hochsaison ist er lange vor Sonnenaufgang voll, und dann stehen Autos die Zufahrt hinunter.
- Der Rückweg. Die PR1 ist eine Punkt-zu-Punkt-Wanderung. Das Auto steht am Arieiro, der Weg endet in Achada do Teixeira — 40 Autominuten entfernt, ohne Busverbindung. Entweder geht man dieselbe Strecke zurück (nochmal 4 Stunden, deutlich anstrengender als der Hinweg), oder jemand fährt.
Genau deshalb ist der 30-€-Transfer das meistverkaufte Produkt dieser Kategorie und nicht die geführte Tour.
Worauf achten
- Abholung 4:00 bis 5:00 Uhr aus Funchal und Caniço. Zu rechnen ist mit 90 Minuten Fahrt.
- Kalt. Am Gipfel sind 5–8 °C im Sommer normal, dazu Wind. Jacke und Mütze, auch wenn es unten in Funchal 24 °C hat.
- Stirnlampe — der Weg beginnt im Dunkeln, im Handylicht ist es unangenehm.
- Die PR1 verlangt eine SIMplifica-Reservierung. Ob sie im Preis steckt, ist vorab zu klären.
- Es kann wolkenverhangen sein. Über den Wolken sein heißt: die Wolke ist manchmal genau auf 1.800 Metern. Kein Anbieter kann das garantieren.
- Tunnel auf der PR1 sind teils gesperrt oder werden über die Umgehung („Vereda do Arieiro“) umfahren. Der aktuelle Stand ändert sich; ein Guide weiß ihn.
Selbst fahren oder buchen?
Selbst, wer ohnehin früh wach ist, ein Auto hat und nur den Sonnenaufgang will: hochfahren, schauen, frühstücken, zurück. Die Straße ist gut ausgebaut, nur kurvig.
Buchen, wer die ganze PR1 gehen will. Dann ist der Transfer keine Bequemlichkeit, sondern die Voraussetzung.
Häufige Fragen
Was kostet der Sonnenaufgang am Pico do Arieiro?
Der reine Transfer kostet 18 bis 35 €: Kleinbus um halb fünf, hinauf, warten, zurück. Sonnenaufgang mit anschließender Wanderung liegt bei 33 bis 50 €, geführte Kurzversionen bei 40 bis 58 €. Es gibt 47 Angebote — die größte Preisspanne aller Kategorien auf der Insel.
Warum lohnt sich am Pico do Arieiro eine Buchung überhaupt?
Aus zwei praktischen Gründen. Erstens Parkplätze: In der Hochsaison ist der Parkplatz lange vor Sonnenaufgang voll, danach parken die Autos die Zufahrt zu. Zweitens der Rückweg — der PR1 ist eine Streckenwanderung, das Auto steht am Arieiro, man kommt an der Achada do Teixeira an, 40 Autominuten entfernt und ohne Bus.
Wie kalt ist es morgens auf dem Pico do Arieiro?
Fünf bis acht Grad am Gipfel sind auch im Sommer normal, dazu Wind. Jacke und Mütze gehören dazu, selbst wenn es unten in Funchal 24 Grad hat. Eine Stirnlampe ist ebenfalls nötig: Der Weg beginnt im Dunkeln, und das Handylicht taugt dafür nicht.
Kann man am Pico do Arieiro im Nebel stehen?
Ja. Über den Wolken zu sein heißt, dass die Wolke manchmal genau auf 1.800 Metern liegt. Kein Anbieter kann etwas anderes zusagen. Auch die Tunnel des PR1 sind zeitweise gesperrt, dann wird über die Vereda do Arieiro umgeleitet — den aktuellen Stand kennt eine Führung.
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