Der Westen ist die Antwort auf einen verregneten Urlaubstag. Ponta do Sol trägt die Sonne im Namen und liefert sie statistisch auch: Die Südwestküste liegt im Regenschatten: Die Wolken des Nordost-Passats bleiben an den Bergen hängen, bevor sie hier ankommen. In Millimetern ist der Unterschied zu Funchal allerdings klein — Lugar de Baixo misst rund 605 Millimeter im Jahr, Funchal rund 600. Was den Westen ausmacht, sind die Sonnenstunden, nicht die Trockenheit.
Calheta hat den größeren der beiden importierten Sandstrände — der Sand stammt aus Nordafrika, das Becken ist von zwei Molen geschützt und damit auch dann schwimmbar, wenn der offene Atlantik nicht mitspielt. Der zweite liegt in Machico im Osten.
Jardim do Mar und Paul do Mar sind zwei Dörfer unterhalb der Steilküste, früher nur über einen Fußweg verbunden, heute über Tunnel erreichbar. In den Neunzigern war Jardim do Mar eine der bekanntesten Surfadressen Europas; die Uferbefestigung hat die Welle verändert, der Ort ist ruhig geblieben.
Oberhalb, auf 300 bis 600 Metern, beginnt das Levada-Netz um Prazeres und Ponta do Pargo. Weiter oben, auf rund 1.150 Metern, liegt Fanal — der Bestand verwachsener Stinklorbeeren, der zum UNESCO-Welterbe Laurissilva gehört.
Fahrzeit ab Funchal: 35 Minuten nach Ponta do Sol, 50 nach Calheta, 60 nach Paul do Mar.



