Teil unseres großen Guides: Wanderwege auf Madeira: die PR-Wege im Überblick
- Länge
- 1,8 km
- Gehzeit
- 1:20 h
- Schwierigkeit
- mittel
- Höhe
- 16–550 m
- Start
- Prazeres
- Ziel
- Paúl do Mar
- Gebühr
- 4,50 € pro Person (Stand 2026-08), Reservierung über SIMplifica
PR 19 — Streckenverlauf
Diese Route interaktiv auf OpenStreetMap öffnen
Wie es sich geht
Der Weg ist eine fast durchgehende Serpentine an einer steilen Flanke. Historisch gepflastert, breit genug, an den ausgesetzten Stellen gesichert. Die Aussicht auf die Westküste ist über weite Strecken offen — und weil es durchgehend bergab geht, hat man sie ständig vor Augen.
PR 19 — Höhenprofil
Das Profil zeigt die Sache in einem Bild: eine einzige lange Abwärtsdiagonale. Das fordert etwas anderes als ein Aufstieg. Auf Dauergefälle arbeiten Knie und Oberschenkel gegen die Schwerkraft, und wer das nicht gewohnt ist, spürt es am nächsten Tag deutlicher als nach einer längeren Bergtour. Stöcke sind hier sinnvoller als fast überall sonst auf der Insel.
Der Rückweg
Das Auto steht oben, man selbst steht unten, 530 Meter tiefer. Drei Möglichkeiten:
- Zu Fuß zurück. Dieselbe Strecke bergauf, gut anderthalb Stunden, und konditionell etwas ganz anderes als der Hinweg.
- Taxi ab Paúl do Mar. Die üblichste Lösung; die Straße macht einen weiten Bogen.
- Zwei Autos oder Transfer.
Wer die Strecke gern lang macht, geht unten an der Küste weiter nach Jardim do Mar und steigt dort über die PR 20 wieder nach Prazeres hinauf. Das ergibt eine runde Tour — mit zwei Reservierungen.
Paúl do Mar
Unten liegt ein Fischerdorf, das lange nur über diesen Weg und über das Meer erreichbar war. Enge Gassen, eine Promenade, ein paar Lokale, und eine der bekanntesten Wellen der Insel für Surfer — mehr dazu unter Surfkursen.
Reservierung
Gebühren- und reservierungspflichtig über SIMplifica, Zeitfenster von 30 Minuten. Ablauf unter Wanderwege reservieren.
Häufige Fragen
Nur 1,8 Kilometer — ist das eine Wanderung? Auf dem Papier eine Stunde zwanzig. In der Praxis entscheidet nicht die Länge, sondern das Gefälle: 530 Höhenmeter am Stück bergab sind für viele der anstrengendste Kilometer ihres Urlaubs.
Geht das mit Kindern? Ja, ab etwa acht Jahren. Der Weg ist gut ausgebaut, aber lang im Gefälle.
Bergauf statt bergab? Möglich und konditionell ehrlicher, aber im Sommer heiß — die Flanke liegt nach Südwesten und hat kaum Schatten.
Bei Nässe? Gepflasterte Serpentinen werden bei Regen rutschig. Profilierte Sohlen sind Pflicht.



