Nebel am Pico Ruivo, in dem sich ein Brockengespenst zeigt
Wandern & Levadas2 Min. Lesezeit

PR 13 Vereda do Fanal: der Nebelwald

Aktualisiert 29. August 2026

Länge
10,8 km
Gehzeit
4:00 h
Schwierigkeit
mittel
Höhe
1.130–1.420 m
Start
E.R. 209 Assobiadores
Ziel
E.R. 209 Fanal
Gebühr
4,50 € pro Person (Stand 2026-08), Reservierung über SIMplifica

PR 13 — Streckenverlauf

PR 13 Vereda do Fanal — E.R. 209 Assobiadores → E.R. 209 Fanal750750Chão da RibeiraE.R. 209 AssobiadoresE.R. 209 Fanal2 km

Erst der Klick lädt Kartenkacheln von openstreetmap.org. Dabei geht die IP-Adresse dorthin.

Diese Route interaktiv auf OpenStreetMap öffnen
Karte: eigene Darstellung auf Grundlage von OpenStreetMap (ODbL). Höhen: EU-DEM über OpenTopoData. Angaben zu Länge, Gehzeit und Schwierigkeit: visitmadeira.com.

Wie es sich geht

Der amtliche Weg läuft über 10,8 Kilometer von der ER 209 bei den Assobiadores quer über die Hochebene bis zur ER 209 am Fanal — vier Stunden, mit dem Charakter einer langen, sanften Höhenwanderung durch Lorbeerwald und über offene Weideflächen. Kein Tunnel, keine ausgesetzte Stelle, aber viel weicher, nasser Boden.

Zwei Dinge sind zu wissen:

  • Der Weg endet nicht am Ausgangspunkt. Start und Ziel liegen mehrere Kilometer auseinander an derselben Landstraße. Ohne zweites Auto oder Transfer wird daraus ein sehr langer Tag.
  • Die berühmten Bäume stehen am Fanal-Ende. Wer nur die Bäume sehen will, fährt direkt zur Weidefläche am Fanal — dafür braucht es keine Wanderung.

Für diesen Weg zeigt dieser Guide kein Höhenprofil. Die Hochebene ist flach, das verfügbare Höhenmodell hat ein Raster von 25 Metern, und was dabei herauskäme, wäre die Streuung des Modells und nicht das Gelände.

Warum man bei Nebel geht

Das ist die Umkehrung der üblichen Regel. Bei Sonne ist Fanal eine hübsche Weide mit alten Bäumen. Im Nebel — und der Nordwesten Madeiras liefert ihn zuverlässig — werden die Silhouetten zu dem, wofür der Ort bekannt ist.

Der Nebel ist zugleich der Grund, warum die Bäume so aussehen: Der Lorbeerwald lebt vom Nebelniederschlag, den er aus der Wolke kämmt. Warum Nord und Süd unterschiedliches Wetter haben erklärt den Mechanismus.

Praktisch heißt das: Bei dichtem Nebel wird die Orientierung ernst. Der Weg ist markiert, aber die offenen Flächen sehen alle gleich aus, und die Sichtweite fällt unter zwanzig Meter. Wer bei solchen Bedingungen unsicher ist, geht die kurze Runde an der Weide statt der vollen Strecke.

Anfahrt

Über die Paul da Serra und die ER 209 in Richtung Ribeira da Janela. Beide Endpunkte liegen an dieser Straße. Der Parkplatz am Fanal ist an Wochenenden voll, die Straße darüber oft in Wolken.

Ohne eigenes Auto ist die Anfahrt praktisch nicht zu lösen — es fährt kein Bus hierher. Anbieter fahren Fanal gezielt an, wenn die Wetterlage stimmt; mehr unter geführten Bergwanderungen.

Reservierung

Gebühren- und reservierungspflichtig über SIMplifica, Zeitfenster von 30 Minuten. Ablauf unter Wanderwege reservieren.

Häufige Fragen

Muss man die ganzen 10,8 Kilometer gehen, um die Bäume zu sehen? Nein. Die bekannten Bäume stehen an der Weide am Fanal, wenige Minuten vom Parkplatz. Die Wanderung ist die Landschaft drumherum.

Wann ist der Nebel am wahrscheinlichsten? Im Winterhalbjahr und generell am Morgen. Verlassen kann man sich auf nichts — die aktuelle Warnlage für das Bergland steht neben diesem Text.

Ist es kalt? Auf 1150 bis 1420 Metern und im Nebel: ja, spürbar kälter als an der Küste, und feucht dazu.