Die Lavabecken von Porto Moniz bei bedecktem Himmel
Natur & Aussicht3 Min. Lesezeit

Jeep- und 4×4-Touren auf Madeira

Aktualisiert 24. August 2026

Was die Standardroute abfährt

Fast alle Westtouren fahren dieselbe Kette, und das aus gutem Grund — sie verbindet in acht Stunden die vier Landschaften, für die man nach Madeira kommt:

  1. Cabo Girão — 580 m hohe Steilküste mit Glasboden-Skywalk.
  2. São Vicente / Seixal — Nordküste, Wasserfälle direkt an der Straße, schwarzer Vulkansandstrand.
  3. Porto Moniz — die natürlichen Lavabecken, in denen man badet.
  4. Fanal — Nebelwald auf der Hochebene, uralte Lorbeerbäume.
  5. Paúl da Serra — Hochplateau auf 1.400 m, oft über den Wolken.

Osttouren fahren stattdessen Pico do Arieiro → Ribeiro Frio → Santana (die Strohdachhäuser) → Faial/Guindaste → Ponta de São Lourenço.

Was der Jeep wirklich bringt

Ehrlich: die Hauptstraßen sind alle asphaltiert. Für keinen der oben genannten Orte braucht man Allrad. Wofür der Jeep tatsächlich nötig ist, sind die Forstpisten — vor allem die Zufahrt nach Fanal von oben und einige Abschnitte im Laurissilva-Wald, die für Mietwagen gesperrt oder schlicht ungeeignet sind.

Der zweite echte Wert ist der Fahrer. Diese Route bedeutet acht Stunden Serpentinen, davon zwei im Nebel. Wer das selbst fährt, sieht deutlich weniger als die Beifahrer.

Preise und Formate

Format ab ca. Dauer
Gruppentour (offener Jeep, 6–8 Plätze) 67 € 7–8 h
Westroute mit Skywalk und Fanal 69 € 8 h
Halbtagestour (Cabo Girão, Weinprobe, Serra d’Água) 74 € 4 h
Privat-Jeep bis 6 Personen ab 220 € pro Gruppe 4–8 h

Einige Touren kombinieren den Jeep mit Zipline und Giant Swing oder mit einer Weinprobe — beides sinnvolle Ergänzungen, weil sie die Standardroute von den zwölf anderen Jeeps am selben Aussichtspunkt abheben.

Worauf achten

  • Offene Jeeps sind kalt auf 1.400 Metern und im Nebel. Jacke einpacken.
  • Badesachen für Porto Moniz und Seixal, auch wenn es im Süden bedeckt ist.
  • Die Route ist kurvig. Bei Reisekrankheit vorne sitzen und Tablette vorher.
  • Mittagessen ist selten enthalten, Stopp aber immer eingeplant.
  • Fanal ohne Nebel ist eine Wiese. Das ist kein Mangel der Tour.

Selbst fahren oder buchen?

Selbst fahren deckt 80 % dieser Route ab — mit einem normalen Kleinwagen, in eigenem Tempo, für Sprit plus Parkgebühren. Wer ohnehin einen Mietwagen hat, spart zu zweit rund 100 €.

Buchen, wer keinen Mietwagen will, wer die Fahrerei auf kurvigen Bergstraßen nicht mag — oder wer genau die Pisten sehen will, auf die ein Mietwagen nicht darf. Nur dann ist es wirklich eine 4×4-Tour und nicht eine Busrundfahrt mit Geländereifen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Jeep-Tour auf Madeira?

Ab etwa 67 €, typischerweise acht Stunden. Die Westroute mit Skywalk und Fanal beginnt bei rund 69 €, ein halber Tag bei 74 €, ein privater Jeep für bis zu sechs Personen ab 220 € pro Gruppe. Es gibt 173 Angebote.

Welche Route fahren die meisten Jeep-Touren auf Madeira?

Die Westroute: Cabo Girão, São Vicente und Seixal an der Nordküste, die Lavabecken von Porto Moniz, der Nebelwald von Fanal und das Hochplateau Paúl da Serra auf 1.400 Metern. Die meistgebuchte Tour der ganzen Insel fährt genau diese Kette — über 9.400 Bewertungen bei 4,9 Sternen.

Braucht man für Madeira wirklich einen Geländewagen?

Ehrlich: nein. Alle genannten Hauptstraßen sind asphaltiert. Der Allradantrieb zählt nur auf den Forstwegen, vor allem bei der Zufahrt nach Fanal von oben und in Abschnitten des Lorbeerwaldes, die für Mietwagen gesperrt oder ungeeignet sind. Der zweite echte Wert ist der Fahrer: acht Stunden Serpentinen, zwei davon im Nebel.

Was gehört bei einer Jeep-Tour ins Gepäck?

Eine Jacke — offene Jeeps sind auf 1.400 Metern und im Nebel kalt. Badesachen für Porto Moniz und Seixal, auch wenn der Süden bedeckt ist. Bei Reiseübelkeit vorn sitzen und die Tablette vorher nehmen. Mittagessen ist selten enthalten, eine Pause dafür schon.

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